BOOKING
BOOKING

Evangelisch-reformierte Kirche Silvaplana

«L'g principi da la sabgentscha ais la tema da Dieu. Dijsch sabbi Sallamung»
(original Schrift und Text anno 1608)

«Der Anfang der Weisheit ist die Furcht vor Gott, sagt der Weise Salomon.»

Diesen Spruch finden wir auf der ersten Seite in der Übersetzung des «Cudesch Cotschen» (des roten Buches) der Gemeinde Silvaplana, welches am 29. November 1608 durch Israel Jenatsch, Vater des berühmten Jürg Jenatsch, von der lateinischen in die romanische Sprache übesetzt worden ist. Israel Jenatsch war vom Jahre 1586 bis 1588 Pfarrer in Silvaplana. Nachher amtete er von 1588 bis 1596 in St. Moritz und von 1596 bis 1599 in der Gemeinde Lohn GR. Anschliessend bekleidete er wieder dieses Amt in Silvaplana bis zu seinem Tod am 19. Januar 1623. Ab 1599 hat sein Sohn Jürg Jenatsch, der in späteren Jahren teilweise die Bündner Geschichte geprägt hat, seine Jugendjahre in Silvaplana verbracht.

Anlässlich der Restauration der Evangelischen Kirche Sta. Maria in Silvaplana wurden durch den archäologischen Dienst des Kantons Graubünden Ausgrabungen durchgeführt. Dabei ist man auf die Überreste eines nach Osten ausgerichteten Baues mit einem rechteckigen Schiff und einem hufeisenförmigen Chor gestossen. Der eidg. Experte, Herr Prof. Sennhauser, datierte diese ältere Kirche ins 11. Jahrhundert. Somit kann man mit grosser Sicherheit davon ausgehen, dass unsere Gemeinde bereits um das Jahr 1000, wahrscheinlich aber schon früher, besiedelt war.

ca. 11. Jahrhundert

anlässlich einer Ausgrabung eine ältere Kirche entdeckt

1356

Erste Erwähnung der Kirche Sta. Maria

1491

Neubau des Chors der Kirche durch Meister Steffan Klein

1556

Einführung der Reformation. Reformator im Engadin: Petrus Paulus Vergerius

1681

Renovation der Kirche

1873

Renovation der Kirche

1904

Bau der heutigen Orgel der Firma Gross, Luzern

1906

Renovation der Kirche

1972

Einweihung des neuen Kirchengeläutes (3. Glocke ).

1975

Renovation der Kirche, archäologische Ausgrabungen

1988

Renovation der Orgel durch die Firma Kuhn, Männedorf

San Rochus Kirche Champfèr
Die Ref. Kirche in Champfèr bekam ihren Namen von Rochus, ein reicher junger Mann aus Südfrankreich, der sich zum christlichen Glauben bekehrte und eine Pilgerfahrt nach Rom unternahm. Mit Heilkräften begabt, wurde er zum Pfleger von Pestkranken. Auf der Heimreise erkrankte er selber an Pest. In seiner Heimat wurde er aber verkannt und sogar eingekerkert. Im Alter von nur 32 Jahren starb er 1327. Sein Beispiel erinnert an die Aufgabe, den Kranken beizustehen und an die Bereitschaft Leid zu ertragen.

1521

Bau der Kirche San Rochus

1878

Renovation und Bau des Kirchturms

1878

grosse Glocke der Glockengiesserei Theus, Felsberg

1893

kleine Glocke der Glockengiesserei Theus, Felsberg

1904

Restaurierung der Kirche

Pfarrer seit 1556

1556

Einführung der Reformation

1559

Jecklin Martin J.

1565 - 1580

Tach Gian, gen. Tyrall

1586 - 1596

Jenatsch Israel

1589 - 1594

Gaudenz Joh.

1595 - 1599

Andreoscha Joh.

1599 - 1623

Jenatsch Israel

1616 - 1626

Janet Johann Anton und Rund Nik.

1626 - 1631

Geer Hector

1632 - 1634

Frizzoni Johann

1634 - 1637

Geer Hector

1637 - 1642

Tach Gudench sen.

1643 - 1644

Danz Peider

1644 - 1650

Janet Otto

1650 - 1653

Tach Gudench jun.

1653 - 1654

Dorta Jachen

1655 - 1685

Büsin Peider Joh.

1685 - 1713

Castelli Gian

1714 - 1718

Frizzoni Gian Battista

1718 - 1726

Alesch Gian Pitschen

1726 - 1750

Baratta Jachiam

1750 - 1755

Pemisch Peider Paul

1755 - 1771

Bansi Nicolo

1771 - 1783

Janett Johann

1784 - 1786

L'Orsa Jeremia

1786 - 1792

Bansi Lucas

1793 - 1803

Duschen Andrea

1804

Magdalena Adam

1805 - 1811

Könz Ulrich Joh.

1811 - 1814

Luzi Otto

1814 - 1817

Mohr Peider

1817 - 1821

Augustin Ludwig Otto

1821 - 1825

Claglüna Nicolin

1825 - 1837

Wetzel Christian Gottl.

1837 - 1871

Ritter Dumeng

1871 - 1872

Sutter Kaspar Mazolt

1872 - 1878

Tschumpert Martin

1879 - 1899

Riz à Porta Dumeng

ab 1885

zusammen mit Sils

1899 - 1906

Pünchera Dumeng

1907 - 1913

Michel Christian

1913 - 1929

Weidmann Reinhold

1929 - 1933

Löschhorn Albert

1934 - 1938

Candrian Paul

1938 - 1956

Schulthess Ernst

1956 - 1960

Faccetti Eugen

1960 - 1968

Vögelin Doris

1968 - 1971

Memper Leo

1971 - 1982

Kober Christian

1983 - 1985

Bivetti Gian (als Prov.)

1985 - 1996

Leutenegger Pietro

1996 - Heute

Zangger Urs

Längste Amtsdauer
Jenatsch Israel, 1586 - 1596 und 1599 - 1623 = 34 Jahre
Ritter Dumeng, 1837 - 1871 = 34 Jahre
Büsin Peider Joh., 1655 - 1685 = 30 Jahre

Kürzeste Amtsdauer
Jecklin Martin, 1559
Dorta Jachen, 1653
Magdalena Adam, 1804
Sutter Kaspar, 1871

St. Niclaus Kapelle in Surlej
Am 30. Juni 1793 wurde das Dörfchen Surlej durch Hochwasser sehr stark in Mitleidschaft gezogen. Ein Teil der massiven Engadinerhäuser hielt den grossen Wassermassen stand. Doch die Kellerräume und Ställe wurden mit Schlamm und Geröll vollständig aufgefüllt oder zerstört. Glücklicherweise waren keine Opfer zu beklagen. Surlej war bereits 1772 von einer grösseren Überschwemmung heimgesucht worden und die Einwohner waren ausschliesslich mit ihrer Habe nach Silvaplana geflohen.

Die zerstörten Häuser in Surlej wurden bis auf die über viele Jahrzehnte sichtbaren Ruinen abgebaut und das noch brauchbare Material für den Bau neuer Häuser in Silvaplana vewendet. Die baulichen Überreste der im Jahre 1757 erbauten Kapelle St. Niclaus wurden erst 1955 abgebrochen. Am 14. Januar 1854 beschloss die Bürgergemeinde von Silvaplana, die Glocke der Kirche von Surlej mit der kleinen Glocke der Kirche von Champfèr zu einer grossen Glocke zu verschmelzen. Diese war für die Kirche von Champfèr bestimmt.

1757 Neubau der Nikolaus-Kapelle in Surlej
1854 Glocke wird mit der kleinen Glocke der Kirche von Champfèr zu einer grossen Glocke für die Kirche St. Rochus, Champfèr verschmolzen.
1955 Die Ruinen der Nikolaus-Kapelle in Surlej werden entfernt.